Aktuell - Nummer 172Leserbriefe und LinksArchiv - Impressum
 


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Der Fahrer des Motorwagens muss sich vor der Polizei rechtfertigen.Genoveva F. (ganz links) beginnt gerade mit dem Beamten zu argumentieren.

Etwashausen, 7. September (Eigener Bericht) In Wildenranna ist ein äußerst eigenartiges Fahrzeug aufgetaucht: ein Daimler-Motorwagen. Genoveva F. wurde auf ihn aufmerksam, weil er von der Polizei angehalten wurde und sich eine Menschentraube um den dreirädrigen Wagen gebildet hatte. Die „Etwaigen Nachrichten“ haben dank intensiver investigativer Recherche die Zusammenhänge des Zwischenfalls herausgefunden. Einige Fragen ließen sich dadurch klären, andere blieben jedoch unbeantwortet.

Polizeiobermeister Siegfried Rudolph hatte den Motorwagen mit seinem Dienstwagen, zufällig ebenfalls ein Mercedes, verfolgt, bis er ihn vor dem Bahnhof anhalten konnte. Anschließend begann er mit den Ermittlungen, da er sich sicher war, dass das Fahrzeug nicht der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprach. Der Fahrer, Feuerwehrmann Franz-Josef Kubanke aus Neustadt, ging zunächst aber nicht auf Rudolphs Fragen ein, sondern fragte zurück: „Wo kann man hier tanken?“

Inzwischen hatten sich mehrere Schaulustige um das historische Fahrzeug und seinen Fahrer eingefunden, unter anderem Genoveva F., die zunächst Rudolph in ein Gespräch verwickelte: „Da kommt mal ein interessantes Auto in unser Dorf, und Sie haben nichts besseres zu tun, als ihm irgendwelche fehlenden Blinker vorzuwerfen?“ Der Polizist entgegnete: „Ich muss doch meine Pflicht tun. Aber interessieren tut es mich doch.“ Kubanke erläuterte: „Der Polizist hat mich angehalten, weil mein „Auto“, wie er es nannte, angeblich nicht der StVZO entspricht.“ Es folgte eine längere, friedliche Auseinandersetzung, an deren Ende Kubanke sich zu einem Interview mit den „Etwaigen Nachrichten“ bereiterklärte.

EN: Wie ist es ausgegangen? Mussten Sie zahlen?
Kubanke: Ich habe dem Polizisten erklärt, dass der Motor des Wagens nur 0,55 kW leistet. Das bewegt sich auf dem Niveau eines durchtrainierten Radfahrers. Deshalb müsse der Wagen wohl nicht all die Vorschriften erfüllen, die für ein modernes Auto gelten. Ganz abgesehen davon, dass der Halter eines Fahrzeugs von 1885 Bestandsschutz genießen sollte. Dann habe ich ihn gefragt, welche Bestimmungen genau auf mein Fahrzeug zuträfen. Da müsse er erst nachgucken, hat er gesagt.

EN: Hat er denn eine StVZO zur Hand gehabt?
Kubanke: Nein, hatte er glücklicherweise nicht. Er wollte mich aber trotzdem nicht weiterfahren lassen. Da hatte er seine Rechnung aber ohne Genoveva gemacht.

EN: Wieso?
Kubanke: Sie verwickelte ihn in ein Gespräch über technische Kulturdenkmäler und drohte damit, den gesamten Daimler-Konzern und alle Fahrer historischer Automobile zu mobilisieren, wenn er mich nicht weiterfahren lassen würde. Alle Umstehenden pflichteten ihr zu und beteiligten sich an dem Gespräch.

EN: Und mussten Sie nun zahlen oder nicht?
Kubanke: Nein, denn er hatte ja keine Ahnung, wie viel er mir hätte abknöpfen dürfen. Außerdem hätte er einen Paragrafen auf der Quittung angeben müssen, gegen den ich verstoßen habe. Und da ihm der passende nicht geläufig war, verzichtete er, nicht ohne mich zu ermahnen, gaaanz vorsichtig weiterzufahren und beim Abbiegen immer schön die Hand rauszustrecken wegen der fehlenden Blinker.

EN: Wie weit wollen Sie denn nun noch fahren? Wie sind Sie überhaupt an das Fahrzeug gekommen?
Kubanke: Das ist eine längere Geschichte. Erst mal nur so viel: Vor anderthalb Jahren mussten doch alle Etwashausener Mercedes 260 D wegen möglicher Rahmenrisse im Werk überprüft werden (https://en.tischbahn.de/nummer-163-dieselstau-im-gueterbahnhof/). Da habe ich mit dem Konzern Kontakt aufgenommen, um das möglichst schnell über die Bühne gehen zu lassen. Die Leute da waren nun so nett, mir den Motorwagen zu einer routinemäßigen Fahrt zu überlassen. Er muss immer mal bewegt werden, damit die Mechanik geschmeidig bleibt. Wie weit ich noch will? Ich muss noch zum Etwashausener Güterbahnhof. Da wird er dann aufgeladen und per Bahn ins Museum zurückgebracht. Aber erst mal muss ich eine Tankstelle finden. Wissen Sie vielleicht, wo die nächste ist? Eine Apotheke tut es übrigens auch.

EN: Eine Apotheke ist da hinten in der Hauptstraße. Brauchen Sie Benzin oder Diesel?
Kubanke: Benzin natürlich! Diesel ist ja sowas von 20. Jahrhundert. Das will doch kein Mensch mehr. (Knattert davon.)

Der Heimweg ins Museum gelang mit einem Spezialtransporter.




Der Ü-Wagen am Wildenrannaer Ladegleis. Eine ausziehbare Treppe führt zum wettergeschützten Studio, dessen Scheinwerfer hier probehalber auf dem Vorplatz aufgestellt wurde. Ein Abgesandter des französischen Kühltransportunternehmens STEF ist mitgekommen, um die letzten Formalitäten der Übergabe zu erledigen.
Fotos: Etwaige Nachrichten

Etwashausen, 15. Juni (Eigener Bericht) Die „Etwaigen Nachrichten“ expandieren massiv. Ein Übertragungswagen französischer Bauart mit High-Tech-Ausrüstung sowie ein Materialwagen ermöglichen es Fritz P. und seinen Mitarbeitern nun, auch unter widrigsten Umständen ihrer Arbeit nachzugehen.

Die Inbetriebnahme des Wagens reiht sich ein in eine Serie teils legendärer Manifestationen der deutsch-französischen Freundschaft in Etwashausen. Sie wird in diesem Frühsommer noch einen weiteren Höhepunkt erreichen. (Darüber mehr in einer der nächsten Ausgaben der „Etwaigen Nachrichten“.)

Der mit einer beschrifteten Plane versehene Materialwagen basiert auf einem Rungenwagen-Typ, wie er seit Jahrzehnten auf europäischen Schienen Dienst tut. Bei dem Ü-Wagen handelt es sich um eine weitgehende Neukonstruktion eines thermisch besonders geschützten Fahrzeugs. Er ist ein Geschenk des französischen Kühltransportunternehmens STEF, das mit der Etwashausener Farben AG seit Jahren gut zusammenarbeitet. Damit war schon einmal klar, dass der vierachsige Waggon professionell vor extremen Außentemperaturen oder anderen negativen externen Einflüssen professionell geschützt ist. Politisch muss sich nach den Worten kritischer Beobachter, die anonym bleiben wollen, noch erweisen, ob mit so einer  Schenkung die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Verlages weiterhin gewährleistet ist.

Der Übertragungszug mit dem Materialwagen und dem Ü-Wagen. Das Fenster der nicht ausfahrbaren Seitenwand schmückt ein Blumenkasten.

In Kooperation mit dem hiesigen Handwerk wurde auf Verlagskosten ein durch ausfahrbare Seitenwände zu vergrößerndes Studio eingebaut. Dazu kommen modernste Kommunikationseinrichtungen, unter denen die Satellitenanlage hervorzuheben ist. Insider wiesen auf eine kleine Biosphäre im Innern hin, mit der der Ü-Wagen nahezu vollständig autonom sei. Zusammen mit der Satellitenanlage und Energie- sowie Lebensmittelvorräten sei es Fritz P damit möglich, „die neuesten Erkenntnisse direkt in die Wolke zu senden“, wie ein Handwerkssprecher sagte. Die Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen lasse sich für zwölf Tage aufrechterhalten. Bis dahin könne Fritz P. aus seinem Ü-Wagen selbst unter widrigsten Umständen noch Nachrichten an den Rest der Welt senden, „falls es diesen dann noch gibt“, fügte der Sprecher hinzu.

Lobend sind hier die Werkstatt des Altmetallhändlers Anselm Karsupke und das Ausbesserungswerk Dallgow-Döberitz zu erwähnen. Dazu kommen die hervorragenden Connections von Fritz P. Gerade der Umstand, dass es sich um ein Schienenfahrzeug handelt, gewährleistet, dass im bahnmäßig gut erschlossenen Kreis Etwashausen stets vom Ort des Geschehens berichtet werden kann, damit die Pressefreiheit nicht endet, wenn die Kameras weg sind.

Die variable Seite des Ü-Wagens. Die Seitenwand ist eingefahren, die Fahrt zum nächsten Ereignisort kann losgehen.




Kupplungsvorgang beendet, ganz automatisch. Die Rangierer sind begeistert.
Alle Fotos: Etwaige Nachrichten

Etwashausen, 1. Mai (Eigener Bericht) Eine Neuordnung des Zugbildungs­mana­gements an den Personen- und Güterbahnhöfen von Etwashausen und Wildenran­na hat heftigen Protest ausgelöst. Bundesbahn und Etwashausener Lokalbahn (ELB) wollen verschiedene Lokomotiven mit einer auto­ma­tischen Kupplung ausrüsten, die den Rangierern die Arbeit erleichtern soll. Die Arbeitnehmervertreter fürchten aber, dass die Rangierer wegrationalisiert werden sollen.
ELB-Chef Ferdinand Krutschek leaste eigens von den Neustädter Hüttenwerken eine Lok, die bereits über die automatischen Kupplungen verfügt. Mit ihr demonstrierten er und Güterbahnhofschef Jürgen Vogel den Arbeitern, wie schnell An- und Abkuppeln mit der automatischen Kupplung geht. Krutschek betonte, dass er die Veranstaltung eigens auf den Tag der Arbeit gelegt habe, um zu demonstrieren, dass die Lokalbahn sich besonders um das Wohlbefinden der Arbeitnehmer kümmere. Auch deshalb waren die „Etwaigen Nachrichten“ zum Ortstermin geladen.
Rangierer Kalle Schmieder stand dabei und bekam ganz große Augen. „Da muss man nicht mehr zwischen den Puffern schrauben?“, fragte Kalle ungläubig. „Nein, der Lokführer drückt auf einen Knopf, fährt kurz vor- und rückwärts, und schon sind Lok und Wagen getrennt.“
„Und was ist mit den Leitungen für Licht, Heizung und Bremse?“
„Jetzt sei doch nicht kleinlich. Wir reden hier über was ganz Großes.“
Die grau-rote V 60 schob leise brummend eine Abteilung Behälterwagen ins Ladegleis. Lokführer Horst Schulz betätigte die ferngesteuerte Kupplung, der Bügel des Waggons schob sich nach oben. Der Rangierer klatschte Beifall.

Der Bügel des Waggons wird automatisch hochgedrückt. Ein kurzes Zurückstoßen, und Waggon und Lok sind getrennt.

Gerade als Schulz die Lok zurücksetzte, kam Klaus-Dieter Schulze-Hartnack, der stadtbekannte Alt-68er und ewige Student, um die Ecke. „So geht das nicht“, rief er aufgebracht. „Lass dich nicht aufs Glatteis führen. Die raffinierten Kapitalisten versuchen doch nur, ihren Profit zu maximieren, und Leute wie du bleiben dabei auf der Strecke.“
Kalle zeigte auf einen großen Bluterguss auf seinem rechten Arm: „Weißt du, was das ist? Den habe ich von einem Kupplungshaken, der mir da drauf gefallen ist.“
„Ach, das ist ein Einzelfall. Einen blauen Fleck kannst du dir auch im Stellwerk holen.“
„Also mir würde es nichts ausmachen, einen Job mit weniger körperlicher Arbeit zu haben. Du als ewiger Student kannst dir ja nicht vorstellen, wie das ist.“
„Das musst du politisch sehen. Wir brauchen Arbeiter der Faust, damit wir nicht nur intellektuelle Kraft haben, um eines Tages die Revolution siegreich zu Ende zu führen“, sagte Hartnack leise zu dem Rangierer. Der blickte etwas verständnislos. „Revolution? Muss das sein? So schlecht geht es mir nun auch wieder nicht.“
„Da gehst du den Kapitalisten aber richtig auf den Leim. Die lullen dich doch nur ein, um dich und andere weiter ausbeuten zu können.“
„Nun ist es aber gut, Herr Schulze-Hartnack“, mischte sich Bahnhofschef Vogel ein. „Wenn Sie hier weiter solche wilden Thesen vertreten, muss ich Sie mit einem Platzverweis belegen! Ich zeige Ihnen jetzt mal, wie das normalerweise geht“, fuhr er fort und nötigte Schulze-Hartnack in seinen Dienst-Opel.
„Wo fahren wir denn hin?“, fragte dieser. „Wir fahren jetzt zum Ladegleis Wildenranna, und da zeigen wir Ihnen mal, wie ohne Automatik Kupplungen getrennt werden.“

Die Rangierdampflok hat den Martini-Wagen am Wildenrannaer Ladegleis abgesetzt. Entkuppelt werden mussten beide per Hand.

Kurz darauf kamen sie an dem Gleis an, wo die Rangierdampflok den Martini-Wagen aus Italien an die Rampe geschoben hatte. Ein Rangierer hatte mit einer Stange die Kupplung gelöst und stand nun zwischen den Puffern, nachdem er auch noch die Leitungen getrennt hatte. „Das ist harte Arbeit“, sagte Vogel.
„Diese perfiden Pläne ändern nichts daran, dass die Automatisierung nur den Herrschenden dient“, beharrte Schulze-Hartnack auf seiner Position. „Egal, aber dank der Automatisierung geht es uns besser. Eine Revolution, nach der es mir nicht besser geht als vorher, kann mir gestohlen bleiben“, sagte der Rangierer und wischte seine schmutzigen Hände an der Arbeitshose ab.
„Außerdem“, fuhr Vogel fort, „ist das Einführen weiterer automatischer Kupplungen nur eine kleine Stufe der Automatisierung. Bis die Waggons auch damit ausgestattet werden, dauert es noch eine Weile. Das geht bisher nur an Entkupplungsgleisen.“

Entkuppeln am Entkupplungsgleis.

„Was ist das denn nun wieder?“, fragte Schulze-Hartnack. Vogel erklärte: „Die sind an strategischen Stellen eingebaut, um die Lokomotiven und Waggons voneinander zu trennen. Die gibt es schon ganz lange.“
„Puh. Ganz schön komplex, das Thema. Wie viele Rangierer gibt es eigentlich in Etwashausen und Wildenranna?“
„Zwei. Und dazu kommen die Lokführer, die das machen müssen, wenn gerade kein Rangierer da ist.“ Entlassen werde hier eh niemand. Erstens weil die Rangierer Beamte seien, und zweitens weil es genügend andere Arbeit für sie gebe, wenn sie nicht mehr die Kupplungen lösen müssen.
„Vielleicht ist das hier doch nicht der richtige Ansatzpunkt für eine Revolution“, resignierte Schulze-Hartnack. Und verabschiedete sich weitgehend unauffällig mit einem gemurmelten „Rot Front“. Die Rangierer und Vogel lud Krutschek zum Frühschoppen in den Dorfkrug ein.




Der ELB-Schienenbus mit den Unterhändlern unterwegs im Bahnhof Etwashausen. Foto: Etwaige Nachrichten

Etwashausen, 29. Januar (Eigener Bericht) Die Etwashausener Lokalbahn (ELB) und die Ferrocariles Internacionales de San Escobar (FINSE) haben eine enge Kooperation auf dem Gebiet der Dokumentation und Kommunikation eisenbahnrelevanter Ereignisse vereinbart. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden beider Firmen am Freitag im berühmten Schienenbus der ELB in voller Fahrt zwischen Etwashausen und Finse, dem Sitz der europäischen Niederlassung der FINSE, wie die "Etwaigen Nachrichten" exklusiv erfuhren.

Auslöser für das Memorandum of Unterstanding (MoU), wie Foreign-Affiars-Profis sagen, waren Meldungen über eine Aussage des polnischen Außenminister Witold Waszczykowski. Dieser hatte in Gesprächen mit Vertretern des bisher von der Weltgemeinschaft weitgehend ignorierten Karibikstaats San Escobar Wohlwollen für eine Mitgliedschaft Polens im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erkannt.

Die Twitter-Präsenz des Staates San Escobar. Screenshot: Etwaige Nachrichten

Daraufhin ernannten die ELB den stadtbekannten Alt-68er Klaus-Dieter Schulze-Hartnack zum Sonder-Referenten für die Suche nach der dortigen Bahngesellschaft. "Schulze-Hartnack kennt sich mit Karibik-Produkten aus", begründeten sie ihre Personalie. Tatsächlich wurde er nach ein, zwei Tüten fündig bei dem Namen der Eisenbahngesellschaft des Inselstaats: Er heißt übersetzt "Internationale Eisenbahnen von San Escobar".
International? "Kein Wunder", sagte Schulze-Hartnack auf Anfrage der "Etwaigen Nachrichten". "In einem so kleinen Land, das nicht einmal auf Landkarten verzeichnet ist, ist noch weniger Platz als in Lummerland mit seinen zwei Bergen. Also muss es eine Company sein, die auch im Ausland aktiv ist."

Der Schnellzug aus Oslo fährt in Finse ein. Leider verpassten die "Etwaigen Nachrichten" den Halt des Schienenbusses in der norwegischen Kleinstadt. Screenshot: Etwaige Nachrichten mit freundlicher Genehmigung der Bergens Tidende, Bergen, Norwegen. (Leider reagiert das T-Online-CMS allergisch auf manche Verlinkung. Zum Erreichen der Webcam empfehlen die "Etwaigen Nachrichten" daher, nach "Finse Stasjon" zu googeln.)

Nach langer Recherche in diversen Bahnhöfen lernte Schulze-Hartnack, dass es einen Bahnhof gibt, der nach der Eisenbahngesellschaft von San Escobar benannt ist. "Allerdings liegt er ganz woanders als in der Karibik", sagte er. Im hohen Süden Norwegen stieß er auf eine Ortschaft namens Finse, und als er auf ELB-Kosten mit Moonboots aus alten Tagen im Winter dorthin fuhr, fand er, fast verdeckt im Tiefschnee den Schriftzug, der dem Schild am Hauptgebäude der FINSE in Santo Spiritu, der Hauptstadt von San Escobar, entsprach.
Schulze-Hartnack fertigte einen Bericht über seine Ermittlungen an, in dem er sicherheitshalber darauf hinweis, dass San Escobar nicht mit dem benachbarten San Monique verwechselt werden dürfe. Es existiert ebenfalls nur im Reich der alternativen Fakten und ist deshalb ein vergleichsweise wenig besuchtes Spionage-, Glücksspiel- und Geldwäsche-Zentrum.

Der berühmte Doppeldecker aus dem Geldwäsche-Paradies San Monique, in Aktion zu sehen in dem James-Bond-Film "Leben und sterben lassen". Foto:San Monique Transport

"In San Escobar ist zwar alles fiktiv, aber es geht mit rechten Dingen zu", erklärte er unter Hinweis auf die Ausführungen des polnischen Außenministers. Die ELB-Manager waren sofort Feuer und Flamme, als sie den Bericht lasen. Die CEOs beider Unternehmen setzten sich sofort miteinander in Verbindung. ELB-Vorstandschef Nikolaus Gosel beförderte Schulze-Hartnack zu seinem Referenten für internationale beziehungen und trug ihm auf, zusammen mit seinem Kollegen aus San Escobar die Absichtserklärung auszuarbeiten.

Anschließend legten sie den Ort der Unterzeichnung fest. Finse sollte es nicht werden, da es dort a) zu kalt sei und es b) nicht auf San Escobar liege, meinte Gosel. So entschied man sich für ein Teilstück der Strecke zwischen Etwashausen und Finse und schickte den Schienenbus mit den Managern auf die Reise.

"Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen der ELB und der FINSE", sagte Gosel. "Beide sind weitgehend fiktiv, beide haben ein sehr hohes Ansehen in der internationalen Eisenbahnbranche, und beide zeichnen sich durch eine sehr hohe Pünktlichkeitsrate aus." Was im wesentlichen daran liege, dass sie einen sehr flexiblen Fahrplan hätten. Dieser passe sich den Arbeitszeiten des operativen Personals und dem Wetter "atmend" an. "Los trenes salen, cuando el personal es presente" (Die Züge fahren, wenn das Personal anwesend ist"), erläuterte FINSE-CEO Pablo "El Vagòn" Ortega.

So kam es zur Unterzeichnung im Schienenbus. Ortega wies darauf hin, dass die FINSE im Auftrag des Präsidenten der Volksrepublik San Escobar unterwegs sei ("Proveedores del Presidente"). Dagegen sei "By Appointment to HM The Queen" nur ein müder Abklatsch.




Die beiden neuen Feuerwehrautos präsentierten sich stolz an der historischen Waage in Wildenranna. Foto: Etwaige Nachrichten

Etwashausen, 11. Januar (Eigener Bericht) Wildenranna hat zwei neue Feuerwehrautos vom Typ Opel-Blitz. Mit dem Beschluss, diese anzuschaffen, beendete der Stadtrat eine wochenlange Hängepartie um die Ausstattung der Wehr im Nachbarort. Bürgermeister Wilhelm Ulrich hatte zuvor hinter den Kulissen für klare Verhältnisse gesorgt, „um die Kuh vom Eis zu bringen“, wie er anschließend den „Etwaigen Nachrichten“ exklusiv erklärte.

Einige Etwashausener Abgeordnete äußerten sich nach der teils emotional verlaufenen Debatte im Stadtrat zwar unzufrieden, aber der fraktionsübergreifende Antrag des Bürgermeisters fand die Zustimmung von 85,7 Prozent der Abgeordneten. Im einzelnen sieht der Beschluss vor, dass Wildenranna ein Löschfahrzeug mit Einachsanhänger und eine Drehleiter auf je einem Opel-Blitz-Chassis erhalten solle. Um eventuellen Imageproblemen der Etwashausener entgegenzuwirken, erhielt die Stadt im Gegenzug den bisher von Wildenranna genutzten „Gerätewagen Wasserrettung“ auf Mercedes-Basis und verfügt damit über drei Feuerwehrfahrzeuge, also eines mehr als Wildenranna. Dass es in beiden Gemeinden keine Wasservorkommen oberhalb des Grundwassers gibt, spiele dabei keine Rolle, meinte Ulrich.

„Für Wildenranna gilt damit, dass die Ausstattung der Wehr auch bei der gewünschten Expansion noch ausreicht“, sagte der Bürgermeister. Der Stadtrat kommt mit dem Beschluss im übrigen einer Verordnung zuvor, nach der auch Feuerwehren kleinerer Gemeinden künftig eine Drehleiter haben müssen. „Ein Glück, dass wir das rechtzeitig erfahren haben“, sagte der Wildenrannaer Abgeordnete Hans-Jürgen Kummer. „So konnten wir den Stadtrat vor überflüssigen Ausgaben in naher Zukunft bewahren.“ Da es sich jetzt um zwei Fahrzeuge auf sehr ähnlichem Chassis handele, könnten überdies Wartungs- und Reparaturkosten niedrig gehalten werden. Während der Debatte hatte Kummer noch bemängelt, dass die Länge der Leiter nicht ausreiche, um auf das Dach des Wildenrannaer Bahnhofsgebäudes zu gelangen. Dazu sagte Etwashausens Feuerwehrhauptmann Alexander Hellmann: „Der Bahnhof ist doch eh aus Blech, der brennt sowieso nicht.“ (Für Ortsfremde: Es handelt sich um das Märklin-Modell des Bahnhofs Friedrichshafen am Bodensee, das in der Nachbarstadt nicht ohne einen gewissen Neid regelmäßig als überdimensioniert für „das Kaff“ Wildenranna gebrandmarkt wird.)

Ursprünglich wollte Wildenranna ein Mercedes-Feuerwehrfahrzeug haben, was die Etwashausener Mehrheit des Stadtrats aber ablehnte. Dabei hatten nicht nur die vergleichsweise hohen Kosten eine entscheidende Rolle gespielt, sondern auch der Umstand, dass in Etwashausen-Stadt eine Magirus-Drehleiter Dienst tut, die in den Augen mancher Stadträte über einen geringeren Prestigefaktor verfügt als das Pendant mit dem Stern auf dem Kühlergrill.

„Die Fahrzeuge wurden sehr schnell bereitgestellt“, freute sich Ulrich. „So konnten alle Beteiligten schnell in Augenschein nehmen, welche konkreten Auswirkungen der Beschluss hat.“ Das habe erheblich zur Glättung der Wogen unter den Stadträten beigetragen. Löschfahrzeug und Drehleiter kamen am Freitag in Wildenranna in Form eines Spezialtransports mit von Bahnkennern als selten bezeichneten Flachwagen an, die eigentlich zur Beförderung von Flugzeugen gebaut wurden. Dafür hatten die anwesenden Wehrleute und Abgeordneten aber kaum ein Auge.

Nachdem die Opel-Blitze abgeladen waren, hielt Ulrich eine kurze Ansprache. Anschließend nahmen alle die beiden roten Kleinlaster in Augenschein und äußerten sich mehrheitlich zustimmend über die Neuerwerbung. Hellmann, der als Gast ebenfalls anwesend war, meinte: „Vielleicht kommt ja irgendwann auch mal der Tag, an dem Etwashausen ein ordentliches Löschfahrzeug in angemessener Größe erhält.“ Kummer konnte nicht aufhören zu sticheln: „Notfalls helfen wir euch bis dahin mit unserem Einachsanhänger aus.“




Das alte Wildenrannaer Feuerwehrauto. Auf dem Dach ein Schlauchboot. Alle Fotos: Etwaige Nachrichten

Etwashausen, 30. Dezember (Eigener Bericht) Im Rathaus von Etwashausen ist ein heftiger Streit über die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für Wildenranna ausgebrochen. Im Stadtrat, der über die Infrastrukturangelegenheiten beider Gemeinden entscheidet, kam es zu turbulenten Szenen, weil Bürgermeister Wilhelm Ulrich und die ihn stützende Koalition keine Drehleiter in vol­ler Größe anschaffen wollen.

Die Abgeordneten, die im Stadtrat Wildenranna vertreten, machten sich dafür stark, eine große Mercedes-Drehleiter zu beschaffen, und argumentierten damit, dass das derzeit vorhandene Fahr­zeug ebenfalls von der Marke mit dem „guten Stern“ stammt. Es sei allerdings für die gestiegenen Anforderungen zu klein geworden, sagte der Abgeordnete Hans-Jürgen Kummer.

Für die Etwashausener Feuerwehr erklärte Hauptmann Alexander Hellmann, dass man die besten Erfahrungen mit dem Magi­rus-Fahrzeug gemacht habe, vor allem, weil der Hersteller ein Komplettpaket anbiete. Bei Mercedes sei das anders, und außerdem brauche Wildenranna ncht so ein großes Fahrzeug wie Etwashausen. Schließlich seien die Häuser dort kleiner und auch nicht so hoch wie in der Stadt, ganz zu schwei­gen davon, dass dort weniger Menschen wohnten. Er erinnerte daran, dass vor neun Jahren die Drehleiter bei einem Ufo-Alarm erfolgreich zur Rettung einer Familie vom Dach eines fünfstöcki­gen Mehrfamilienhauses eingesetzt wurde.

Hellmann meinte: „In Wildenranna hat es ja bis jetzt noch nie gebrannt, also habt ihr auch gar keine Erfahrungen mit den Anforderungen an ein richtiges Feu­erwehrfahrzeug. Das sieht man schon daran, dass auf dem Dach eures derzeitigen Mercedes auch ein Schlauchboot untergebracht ist, obwohl es in Wildenranna weder einen Teich noch Fluss oder Bach gibt.“ Das löste wütende Entgegnungen bei den Wildenrannaer Vertretern aus. „Bloß weil ihr mit Eurem Leiterwagen mal ein Kind von einem Dachbalken geholt habt, braucht ihr jetzt nicht so zu tun, als­wärt ihr die absoluten Fachleute“, schimpfte Kummer. Ein Fraktionskollege fügte hinzu: „Repariert ihr doch erst mal die Fontpartie von Eurem Trecker“, und meinte: „Die Mercedes-Drehleiter sieht eh viel besser aus.“

Die Etwashausener Drehleiter im Einsatz beim Ufo-Alarm vor neun Jahren. Foto: Etwaige Nachrichten

„Als ob es darum ginge“, entgegnete Bahnhofsvorsteher Jakob Claus, der als Fachmann eines Infrastrukturbetriebs beigeladen worden war. „Es kommt doch darauf an, dass die Wehrleute schnell und mit optimalem Gerät sofort vor Ort sind.“ Gerade in Wildenranna müsse ein Fahrzeug wendig sein, wenn es zum Beispiel um Rettungsleistungen im Gewerbegebiet gehe.

„Und was ist mit unserem großen Bahnhofs-Empfangsgebäude?“, fragte Kummer und sprach damit einen der sehr wunden Punkte in den Beziehungen beider Gemeinden an. Etwashausen hat zwar am Schienenverkehr wesentlich höhere Anteile als Wildenranna, dieses aber hat das deutlich größere und repräsentativere Empfangsgebäude. 

Da mischte sich der Bürgermeister ein. „Ihr könnt erzählen, was ihr wollt“, sagte Ulrich, „aber für eine große Drehleiter haben wir kein Geld.“ Und schon gar nicht für eine von Mercedes, bei der für den Stern ja noch extra bezahlt werden müsse.
Und dann führte er in einer längeren Rede aus, wie er sich bei mehreren Herstellern kundig gemacht habe, ob es nicht eine kostengünstigere Lösung gebe. Und da sei er auf die Firma Opel gestoßen. Die biete auf der Basis des Opel Blitz sowohl Kleingruppenlöschfahrzeuge als auch Drehleitern an. Deutliches Murren in der Wildenranna-Fraktion war die Folge. Einer ließ sich mit der Einschätzung vernehmen: „Jeder Popel fährt nen Opel.“

Die Zierde der Etwashausener Feuerwehr. Am Kühlergrill müsste noch etwas Feinarbeit geleistet werden. Und irgendjemand hat vergessen, den Briefkasten vom Pflaster zu nehmen. Foto: Etwaige Nachrichten

Das sei aber nun wirklich unsachlich, entgegnete Ulrich. Er ließ durchblicken, dass einige der für die Zukunft geplanten Anschaffungen für beide Orte neu überdacht werden müssten, wenn für das Feuerwehrfahrzeug von Wildenranna mehr als 90.000 Taler ausgegeben werden müssten. „Wir sind ja hier nicht in der Schweiz.“

Ulrich beantragte, dass über die Beschaffung abgestimmt werde. Zuerst ging es um einen Antrag, ob für Wildenranna eine Mercedes-Drehleiter beschafft werden solle. Der wurde erwartungsgemäß abgelehnt. Daraufhin beantragten die Wildenrannaer eine Vertagung der endgültigen Entscheidung bis zur nächsten Sitzung. „Wir müssen die Sachlage erst noch einmal neu beraten“, sagte Kummer.




Der Kiosk in Lötschberg. Deutlich erkennbar: die große Werbung für die "Etwaigen Nachrichten". ©Foto: Knaak

Etwashausen, 08. April (Eigener Bericht) An Kiosken im In- und Ausland prangt jetzt der Schriftzug der „Etwaigen Nachrichten“. Grund dafür ist eine umfassende Kampagne des Verlags zur Ausdehnung des Verbreitungsgebiets und zur Erweiterung der Vertriebswege. Verlagsleiter M.T. Wernbeck gab dazu Reporterlegende Fritz P.  eines seiner äußerst seltenen Interviews.

Herr Wernbeck, der Etwaige Verlag hat beschlossen, seine Vertriebswege zu erweitern. Warum?
Wie Sie sicher wissen, wächst die Waldfläche nicht nur in Deutschland jährlich um zahlreiche Hektar. Das bedeutet, es gibt mehr Papier. Zusammen mit dem Vormarsch der digitalen Medien bedeutet das, dass die Papierpreise in nächster Zeit nicht mehr steigen dürften. Da wir aber von der Zukunft der Printmedien überzeugt sind, wollen wir die wirtschaftlichen Vorteile nutzen, um unsere ohnehin schon sehr beliebten „Etwaigen Nachrichten“ noch weiter bekannt zu machen. Sie können daher ab sofort nicht nur im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel, sondern auch an Kiosken im In- und Ausland erworben werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Wir haben zunächst im Verlag eine Aktion „Frühling im Blätterwald“ gestartet, mit der wir alle Mitarbeiter um neue Ideen gebeten haben. Im Erfolgsfall winken schöne Prämien. Bei der Aktion, die übrigens noch läuft, geht es nicht nur um die Erweiterung der Verbreitungsgebiete und der Vertriebswege, sondern ganz allgemein um frischen Wind in den „Nachrichten“. Eine der Anregungen kam von Genoveva F., die Sie, der in Etwashausen viel herumkommt, sicher kennen.

Wieso hat gerade Genoveva die zündende Idee gehabt?
Ach wissen Sie, Genoveva ist sehr kreativ. Insbesondere wenn.., hüstel. Auf Details …

...brauchen Sie hier nicht einzugehen, unsere Leser kennen sie.
Danke. Also sie wies darauf hin, dass Papier ja ein universell verwendbarer Stoff sei. Wenn man die „Etwaigen Nachrichten“ gelesen hat, kann man sie sehr schön in einer Sammelmappe archivieren, das macht sich gut in der Schrankwand. Oder Fisch oder andere Lebensmittel darin einwickeln, das spart umweltfeindliches Plastik. Man kann das Blatt weitergeben oder es als Füllmaterial für die Päckchen mit versteigerten Modellbahnartikeln verwenden und vieles mehr.

Gibt es noch andere Gründe als die Wiederverwendbarkeit des Papiers?
Ja, darauf ist unser Praktikant Michael Schröder gekommen: Das Wachstumspotenzial für die „Etwaigen Nachrichten“ hier in Etwashausen ist ja begrenzt. Das liegt weniger am demographischen Faktor als daran, dass die Welt sich hier als Tischlerplatte darstellt, deren Expansionsmöglichkeiten begrenzt sind (schmunzelt), wenn Sie verstehen, was ich meine. Deshalb ist es gut, wenn wir in die weite Welt hinaus ziehen.

Großer Widerhall für die Kampagne zur Ausdehnung des Verbreitungsgebiets: Auch am Kiosk von Wildenranna prangt jetzt der bekannte Schriftzug.                                 Foto: Etwaige Nachrichten

Ja, verstehe. Aber da wäre doch noch Wildenranna?
Wildenranna ist natürlich besonders im Focus. Der dortige Bahnhofskiosk ist das zentrale Element unserer Kampagne in Deutschland. Wir haben dort einen Schriftzug anbringen lassen, der groß genug ist, um auch vom Bahnhof und vom Hausgleis aus gesehen zu werden. Wie Sie wissen, halten ja alle Personenzüge dort auf Gleis 1, von Ausnahmen abgesehen.

Wo wollen Sie sich denn im Ausland ausdehnen?
Da ist zunächst einmal die Schweiz. Unser dortiger Vertriebsleiter Bernd Pfnür hat sich einen zentralen Punkt ausgesucht, von dem aus die Expansion in das Alpenland vorangehen soll: den Bahnhof Lötschberg. Der dortige Bahnhofskiosk, an dem auch schon in großen Lettern „Etwaigen Nachrichten“ prangt, ist zunächst der zentrale Verteilpunkt. Lokführer und Zugchefs – ja nachdem, ob es sich um Personen- oder Güterzüge handelt, nehmen von dort aus Exemplare der „Etwaigen Nachrichten“ mit und verteilen sie. Einige Leser haben wir schon in dem kleinen Ort St. Bietsch in der Nähe gewinnen können. Es ist mit Sicherheit der höchste Punkt, an dem die „Etwaigen Nachrichten“ gelesen werden, wenn wir mal von den in Flugzeugen gelesenen absehen.

Standard-Modell des Kiosks. ©Foto:Knaak

Das hört sich ja sehr weltläufig an. Wie viele verteilen Sie denn in Flugzeugen?
Sie müssen bitte verstehen, dass wir im derzeitigen Stadium der Kampagne keine Auskünfte über Auflagenzahlen geben wollen.

Wie soll es weitergehen?
Zunächst wollen wir unsere Absatzzahlen im deutschsprachigen Raum konsolidieren. Wenn dort die Volatilität einigermaßen herausgenommen worden ist, starten wir Versuche in Italien und Frankreich, wobei wir nicht nur auf die normalen Werbechannels als Marketing-Tool hoffen, sondern auch auf Direct Marketing. Und dann sehen wir weiter.

Sie erwähnten vorhin, dass es bei der Aktion „Frühling im Blätterwald“ auch ganz allgemein um neue Ideen gegangen sei. Was gab es da noch?
Die Aktion läuft ja noch. Nun laden wir auch alle Leser ein, sich daran zu beteiligen. Wie gesagt, mit etwas Glück gibt es eine Prämie, zum Beispiel ein Freiabonnement der „Etwaigen Nachrichten“.

Was hat Genoveva denn bekommen?
Einen versilberten Flachmann.



Die "Etwaigen Nachrichten" (EN) sind ein spielerisches Zeitungsprojekt um eine Modellbahnanlage. Sie verfolgen keinerlei kommerzielle Zwecke, verstehen sich als unabhängig, überparteilich, aber eisen- und modellbahnaffin.
Zurzeit erscheinen die EN in unregelmäßigem Rhythmus meist sonntags mit einer neuen Geschichte. Die Geschichten sind virtuell und frei erfunden. Ähnlichkeiten der handelnden virtuellen Personen mit lebenden oder toten echten Personen sind in der Regel rein zufällig. 

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